Grenzverletzungen, Gewalt, sexualisierte Übergriffe, riskantes Verhalten oder Selbstschädigung wirken im pädagogischen Alltag oft wie „pure Provokation“. Für viele Fachkräfte lösen solche Verhaltensweisen Verunsicherung aus: Was ist hier eigentlich los? Wie soll ich angemessen reagieren? Und was hilft wirklich weiter — jenseits von Überforderung, Strafen oder Ausschluss?
Genau hier setzt diese Fortbildung an. Denn das Einordnen eines Verhaltens ist zwar ein wichtiger erster Schritt, doch die entscheidende Frage lautet: Was folgt danach?
Für Menschen aus den Bereichen:
Kita, Schule, OGS, Jugendhilfe, Beratung/Therapie, Strafvollzug und überall dort, wo Kinder/Jugendliche begleitet werden und Grenzverletzungen/Übergriffe/gewalttätiges oder selbstschädigendes Verhalten Thema sind.
Ankommen & Einstieg
2. Haltung und Grundidee
3. Verhalten verstehen
4. Einführung ins Good Lives Model
5. Mittagspause
6. GLM-A in der Praxis
7. Risiko- und Ressourcenblick
8. Intervention und Fallarbeit
9. Emotionsregulation und Abschluss
09:00 - 16:00 Uhr
09:00 - 16:00 Uhr
09:00 - 16:00 Uhr
Praxis Kon*Sens
Muttergottesstiege 1
45721 Haltern am See
– gut erreichbar mit Bus und Bahn
– Parkmöglichkeiten vorhanden(Achtung: teils kostenpflichtig)
Unterkünfte:In der Umgebung sind Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden. Wir unterstützen bei Bedarf gerne bei der Suche.
Perspektivwechsel
Diese Fortbildung lädt dazu ein, grenzüberschreitendes und schädigendes Verhalten nicht nur zu bewerten, sondern besser zu verstehen. Dabei geht es nicht darum, Verhalten zu entschuldigen, sondern es fachlich einzuordnen, Verantwortung klar zu benennen und tragfähige pädagogische Wege im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.
Theoretische Grundlage
Auf Grundlage des Good-Lives-Models und Impulsen aus der Positiven Psychologie wird der Blick weg von einer reinen Defizitperspektive hin zu Ressourcen, Bedürfnissen, Lebenszielen und Veränderungsmöglichkeiten gelenkt. Der Ansatz ist stärkenorientiert, beziehungsbasiert und lebensweltnah. Er unterstützt Fachkräfte dabei, Kinder und Jugendliche klar zu begleiten und gleichzeitig Veränderungsmotivation zu fördern. Ebenso fließen spannende Grundlagen zur Emotionsregulation und der Kohärenztherapie mit ein.
Systemischer Blick
Kinder und Jugendliche werden dabei nie losgelöst von ihrem Umfeld betrachtet. Bezugspersonen und Fachkräfte spielen eine wichtige Rolle, denn sie sind oft zentrale Vertrauens- und Entwicklungsbegleiter*innen. Deshalb nimmt die Fortbildung auch Beziehungen, Dynamiken und unterstützende Systeme in den Blick.
Methoden
Die Fortbildung ist praxisnah, interaktiv und selbsterfahrungsorientiert aufgebaut. Die Teilnehmenden setzen sich mit eigenen Werten, Bedürfnissen, Stärken, Hemmnissen und Ressourcen auseinander und lernen Methoden kennen, die direkt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden können. Viele Übungen werden unmittelbar erprobt, reflektiert und auf den pädagogischen Alltag übertragen.
Praxisbezug
Fallbetrachtungen und konkrete Ansätze zur Intervention und pädagogischen Begleitung erleichtern den Transfer in die eigene Praxis. So entstehen Handlungsoptionen, die klar, ressourcenorientiert und im Alltag umsetzbar sind.
Materialien
Die Teilnehmenden erhalten direkt einsetzbare Arbeitsmaterialien und erlebnisorientierte Methoden für verschiedene Altersgruppen von Kindergartenkindern bis Jugendlichen.
In der Weiterbildung enthalten sind Getränke (Wasser, Kaffee, Tee), Obst und Nervennahrung.
Förderfähig:
Kommst du aus NRW kannst du mit einem Bildungscheck 2.0 50%der Kosten bzw. max. 500 €zurückerstattet bekommen.

Sexualpädagoge (gsp)
Fachkraft für Kriminalprävention, ASAT Co-Trainer, Sexualberater, Autor
Teilnehmende können am Ende der Fortbildung…
…Verhalten einordnen undBedürfnis erkennen.
… pädagogische Interventionenableiten und motiviert intervenieren.
… Einzel- oder Gruppenangebote konzipieren und Kindern- und Jugendlichen nachhaltig auf einen prosozialen Pfad begleiten.
Teilnahmebestätigung
Nach Abschluss erhältst du eine Teilnahmbescheinung über die Inhalte und Dauer der Fortbildung.
Material
Im Anschluss erhältst du eine kleine Auswahl an Arbeitsmaterialien sowie ein Handout.